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Altdorf UR
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Altdorf (in einheimischer Mundart (z/uf) Alteref [])cite-ref-gs-6-0[6]cite-ref-ortsnamen-7-0[7] ist eine Einwohnergemeinde und der Hauptort des Schweizer Kantons Uri.
Contents
⢠Geographie
⢠Klimatabelle
⢠BevÜlkerung
⢠Sprachen
⢠Altersstruktur
⢠Politik
⢠Legislative
⢠Exekutive
⢠Wappen und Fahne
⢠Wirtschaft
⢠Geschichte
⢠Kultur
⢠Theater
⢠Museen
⢠Kino
⢠Bibliothek
⢠Gebäude
⢠Auszeichnungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Der Ortskern von Altdorf liegt auf 458 m Ăź. M. in der Reussebene, wenig oberhalb der MĂźndung der Reuss in den Urnersee.
Zur Gemeinde gehĂśrt neben dem Dorf auch die Streusiedlung Eggberge (1410â1678 m Ăź. M.) am Westhang der HĂśch Egg (1785 m Ăź. M.).
235 ha oder 23,0 % der Gemeinde sind Siedlungsfläche. Davon sind 116 ha Gebäude- und 27 ha Industrieareal sowie 69 ha Verkehrsfläche. Etwas umfangreicher ist die Landwirtschaftsfläche mit 367 ha oder einem Anteil von 35,9 %. Darunter befinden sich keine Alpgebiete. Dagegen sind 360 ha Wies- und Ackerland. Ausserdem sind 402 ha oder 39,3 % von Wald und GehÜlz bedeckt. Unproduktives Gebiet umfasst den kleinen Rest des Gemeindegebiets, genauer 19 ha oder 1,9 %.
Die westliche Gemeindegrenze bildet die Reuss. Kurz vor ihrer Einmßndung in den Urnersee dreht die Gemeindegrenze nach Nordosten, umschliesst in einem Halbrund die Streusiedlung Eggberge und geht zur HÜch Egg. Von dort verläuft sie in sßdlichen Richtung bergab bis kurz vor den Schächen(-Bach) und schliesslich nÜrdlich des Bachs in westlicher Richtung zurßck zur Reuss. Durch die Gemeinde fliesst der Altdorfer Dorfbach.
Altdorf grenzt im Westen an Attinghausen und Seedorf, im Norden an Flßelen, im Osten und Sßden an Bßrglen. Mit diesen und weiteren Gemeinden bildet Altdorf eine Agglomeration, die Ende 2019 32'515 Einwohner zählte.
Klimatabelle
BevĂślkerung
BevĂślkerungsentwicklung
Die Einwohnerzahl erreichte um die Mitte des 18. Jahrhunderts die Marke von 3000 Personen. Mit der Helvetischen Revolution von 1798 erlebte Altdorf eine Reihe empfindlicher RĂźckschläge. Zum einen gingen damals die Untertanengebiete verloren und die Konkurrenzsituation im Transitverkehr spitzte sich markant zu. Zum anderen wurde Altdorf 1799 Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Urnern, Franzosen, Ăsterreichern und Russen. Einquartierungen, Requisitionen und PlĂźnderungen fĂźhrten zu gewaltigen Belastungen. Katastrophal war der Altdorfer Dorfbrand vom 5. April 1799, der den Hauptflecken innert Stunden in Schutt und Asche legte. Teile der BevĂślkerung verliessen Altdorf und liessen sich in Nachbargemeinden nieder. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stagnierte die Einwohnerzahl. Danach wuchs sie bis 1880 stark an (1850â1880: +37,6 %). In den 1880er-Jahren schrumpfte sie infolge der Wirtschaftskrise und dem darauf folgenden Einbruch des weit verbreiteten Heimgewerbes massiv um 12,5 %. Zwischen 1888 und 1920 folgte ein grosser Wachstumsschub (1888â1920: +63,8 %). GrĂźnde hierfĂźr waren der Anschluss an die Bahn (Gotthardlinie) und die Ansiedlung von Industriebetrieben wie der Munitionsfabrik Altdorf und den Schweizerischen Draht- und Gummiwerken. Nach einer Stagnationsphase in den 1920er-Jahren kam es zwischen 1930 und 1970 zu einem erneuten Wachstumsschub (1930â1970: +103,9 %). Damals verdoppelte sich die BevĂślkerungszahl. Viele Leute aus dem oberen Kantonsteil und aus dem Ausland wanderten in dieser Zeit zu. In der Zeit der ErdĂślkrise in den 1970er-Jahren verliessen etliche ausländische Bewohner den Ort; zwischen 1970 und 1980 musste Altdorf einen BevĂślkerungsverlust von 4,8 % hinnehmen. Seit den 1990er-Jahren ist wieder ein stetiges BevĂślkerungswachstum zu beobachten.
Der Bahnhof Altdorf wurde zum Kantonsbahnhof Uri umgebaut und an die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) angeschlossen. Die ErĂśffnung des neuen Bahnhofs war zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021, er soll Uri als Wohnkanton attraktiver machen.cite-ref-9[9]
| BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung | BevĂślkerungsentwicklung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1837 | 1850 | 1880 | 1888 | 1920 | 1930 | 1950 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2023 |
| Einwohner | 1903 | 2112 | 2906 | 2542 | 4163 | 4240 | 6576 | 8647 | 8230 | 8282 | 8541 | 8615 | 8861 | 9203 | 9565 | 10198 |
Sprachen
Fast die gesamte Einwohnerschaft spricht als tägliche Umgangssprache Schweizerdeutsch (mit Urner Dialekt), eine Mundart, die zur hÜchstalemannischen Dialektgruppe gehÜrt. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 88,27 % Deutsch, 4,20 % Serbokroatisch und 2,48 % Italienisch als Hauptsprache an.
Religionen â Konfessionen
Die BevÜlkerung war frßher vollumfänglich Mitglied der rÜmisch-katholischen Kirche. Die Konfessionsverhältnisse im Jahr 2000 lassen immer noch die ursprßngliche Struktur erkennen. 6701 Personen waren katholisch (78,46 %). Daneben gab es 7,19 % evangelisch-reformierte und 3,56 % orthodoxe Christen, 4,50 % Muslime und 2,96 % Konfessionslose. 221 Personen (2,59 %) machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis.
Herkunft â Nationalität
Von den Ende 2021 9719 Bewohnern waren 8116 (83,51 %) Schweizer StaatsangehĂśrigecite-ref-10[10]. Die Zugewanderten stammen mehrheitlich aus Mittel- und Westeuropa (Deutschland 265, Ungarn 49, Ăsterreich 39, Niederlande 23, Polen 15, Slowakei 14 und Tschechien 11 Personen), SĂźdeuropa (Italien 207, Portugal 137 und Spanien 21 Personen), dem ehemaligen Jugoslawien (Serbien 86, Kroatien 83 sowie Bosnien-Herzegowina und Kosovo/Kosova je 23 Personen), der TĂźrkei (114 Personen), Asien (China 67, Afghanistan 48, Syrien 22, Sri Lanka 21 sowie Thailand 11 Personen) und Afrika (Eritrea 96 und Somalia 19 Personen). Bei der Volkszählung 2000 waren 7145 Personen (83,66 %) Schweizer BĂźrger; davon 274 Personen mit einer doppelten StaatsbĂźrgerschaft.
Altersstruktur
Die Gemeinde zählt einen hohen Anteil an Personen mittleren Alters (30â59 Jahre; 41,48 %). Der Anteil der Personen unter zwanzig Jahren von 22,71 % der OrtsbevĂślkerung liegt leicht unter dem Anteil der Personen im Seniorenalter (60 Jahre und älter; 23,25 %). Auffallend ist die geringe Anzahl der Bewohner im Schulalter und der hohe Anteil von jĂźngeren Senioren zwischen 60 und 79 Jahren.
Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgende Altersstruktur:
| Alter | 0â6 Jahre | 7â15 Jahre | 16â19 Jahre | 20â29 Jahre | 30â44 Jahre | 45â59 Jahre | 60â79 Jahre | 80 Jahre und älter |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | 646 | 896 | 398 | 1072 | 1935 | 1608 | 1497 | 489 |
| Anteil | 7,56 % | 10,49 % | 4,66 % | 12,55 % | 22,66 % | 18,83 % | 17,53 % | 5,73 % |
Politik
Legislative
Gesetzgebendes Organ der Gemeinde Altdorf ist der Schweizer Kanton Uri. Die offene Dorfgemeindeversammlung, welche zweimal jährlich stattfindet, regiert die Ürtlichen Verwaltungsapparate und regelt regionale Aufgaben.
Exekutive
Als ausfßhrendes Organ (Exekutive) leitet der siebenkÜpfige Gemeinderat die Geschicke der Gemeinde. Vorsteher des Gemeinderates (Gemeindepräsident) ist Sebastian Zßst (SP). Dem Gemeinderat gehÜren ferner an: Ruedi Bomatter (Gemeindevizepräsident, CVP-Die Mitte), Marlies Rieder-Dettling (Verwalterin, CVP-Die Mitte), Lorenz Jud (FDP.Die Liberalen), Werner Walker (FDP.Die Liberalen), David Arnold (CVP-Die Mitte) und Marian Balli (SP) (Stand März 2025).
Städtepartnerschaften
Altdorf UR unterhält eine informelle Städtepartnerschaft mit:
⢠Deutschland Altdorf bei Nßrnberg, Deutschland
Die Kontakte gehen auf die Schweizer Nachkriegshilfe zugunsten der notleidenden BevĂślkerung zurĂźck und bestehen seit 1947. Weitere BerĂźhrungspunkte sind die Schiller-Festspiele (Wallenstein-Festspiele in Altdorf bei NĂźrnberg, Tellspiele in Altdorf UR) und das nahezu identische Wappen.
Wappen und Fahne
Beschreibung: Gespalten von Gelb mit halbem, rotbewehrtem und -gezungtem schwarzem Adler am Spalt und von Rot mit zwei weissen Linksschrägbalken.
Wirtschaft
In Altdorf gibt es 769 Arbeitsstätten mit insgesamt 6681 Beschäftigten (5091 Vollzeitäquivalente). Davon entfallen 4671 Beschäftigte bzw. 69,9 % auf den Dienstleistungsbereich. 1901 Personen bzw. 28,5 % der Beschäftigten sind in Industrie und Gewerbe tätig, während auf die Land- und Forstwirtschaft noch 109 Beschäftigte (1,6 %) entfallen.
Die wichtigsten Arbeitgeber sind die Dätwyler AG, die Kantonale Verwaltung und das Kantonsspital Uri. Rund 38 % aller Arbeitsstellen im Kanton werden in Altdorf angeboten.
2078 Personen verrichten ihre Arbeit als Wegpendler ausserhalb von Altdorf, grÜsstenteils in anderen Gemeinden des Kantons Uri. Umgekehrt wurden 2014 in Altdorf 3688 Zupendler gezählt.cite-ref-11[11]
Geschichte
Einzelfunde auf dem Gemeindegebiet von Altdorf gehen bis in die Bronzezeit zurßck und häufen sich ab der späten La-Tène-Zeit. Die Anwesenheit von Alemannen ist fßr das 7. Jahrhundert nachgewiesen. Die frßheste Erwähnung des Orts als Alttorf stammt aus dem Jahre 1223; der Ortsname ist allem Anschein nach eine Zusammensetzung aus den WÜrtern alt und dorf und kÜnnte darauf hinweisen, dass zur Zeit der alemannischen Einwanderung schon eine geschlossene Siedlung bestand.cite-ref-12[12] Altorf ist eine frßhere Schreibweise.cite-ref-13[13]
Altdorf brannte 1400, 1693 und 1799 ganz oder teilweise nieder. Eine Darstellung aus dem letztgenannten Jahr zeigt, wie franzÜsische Soldaten lÜschen helfen, während regierungsfeindliche Bauern rauchend zuschauen, wie 390 Gebäude zerstÜrt werden und ein Schaden von 3 Millionen Gulden entsteht.cite-ref-14[14] Nach dieser Katastrophe wurde das Rathaus von Uri 1805/08 durch Architekt Niklaus Purtschertcite-ref-15[15] neu erbaut.
1899 wurde die Klausenpassstrasse erÜffnet, die von Altdorf aus durch das Schächental und ßber den Klausenpass (1948 m) nach Linthal im Kanton Glarus fßhrt.
Laut Friedrich Schillers Schauspiel Wilhelm Tell war Altdorf der Schauplatz des legendären Apfelschusses: Weil der Freiheitsheld sich weigert, den Hut des Landvogts Gesslers zu grßssen, zwingt ihn dieser, einen Apfel vom Kopf des eigenen Sohnes zu schiessen. Dies soll sich auf dem Altdorfer Marktplatz ereignet haben, wo deswegen 1895 am Fusse eines alten Turms (Tßrmli) das Telldenkmal errichtet wurde, das Tell und seinen Sohn in Bronze zeigt. In der Nähe wurde 1899 das Tellspielhaus erÜffnet mit dem alleinigen Zweck, Schillers Stßck aufzufßhren.cite-ref-16[16]
Historische Ansichten
Kultur
Theater
Altdorf verfĂźgt Ăźber zwei Ăśffentliche Theater sowie Ăźber mehrere Theatergruppen:
⢠theater(uri) Tellspielhaus Altdorf: Das theater(uri) stammt aus der Zeit um 1865 und diente bis 1924 als Gemeindehaus. 1925 wurde es auf die heutige GrÜsse zum Tellspielhaus Altdorf erweitert. Primär stand die Auffßhrung des Schauspiels Wilhelm Tell von Friedrich Schiller im Vordergrund. 1999 ging das theater(uri) ins Eigentum der Gemeinde Altdorf ßber. Diese ßbertrug den Betrieb des Hauses dem forum theater(uri). Dieses ist heute die grÜsste Kulturstätte des Kantons und nimmt in der Zentralschweizer Kulturszene einen wichtigen Platz ein.
⢠Kellertheater im Vogelsang: Kleintheater, gegrßndet 1969. In zwei alten KellergewÜlben finden Veranstaltungen diverser Stilrichtungen statt. Die Saison dauert von September bis Juni und umfasst 25 bis 30 Anlässe.
⢠forum musikbßhne uri: Das 2005 gegrßndete forum musikbßhne uri pflegt die zeitweise in Uri verschßttete Operettentradition und bringt in unregelmässigem Rhythmus Musicals und Operetten zur Auffßhrung.
⢠Theatergruppe Eigägwächs: Sie ist eine bunt zusammengewßrfelte Gruppe von Theaterbegeisterten. Es besteht eine enge Verknßpfung mit der Kinder- und Jugendtheatergruppe Märlibßhne Altdorf, die seit 1988 zahlreiche Stßcke zur Auffßhrung gebracht hat.
⢠Theatergruppe Momänt & Co. Sie wurde 1992 gegrßndet. Sie zeigt in der Regel alle zwei Jahre engagiertes, anspruchsvolles Volkstheater.
Museen
⢠Historisches Museum Uri: Es wurde 1906 durch Architekt Wilhelm Hanauer, Luzern, erbaut. 1938 wurde dem Gebäude eine Waffenhalle angebaut. In den Jahren 1998â2000 erfolgte die denkmalpflegerische Restaurierung des Altgebäudes sowie ein Um- und Ausbau. Nebst der ständigen Ausstellung findet alljährlich mindestens eine Wechselausstellung statt.
⢠Haus fĂźr Kunst Uri: Dieses wurde im Jahr 2004 erĂśffnet. Es bietet auf drei Geschossen, in einer Erweiterungshalle und in einem grosszĂźgigen Hof Raum fĂźr zeitgenĂśssische Ausstellungen. Neben dem Ausstellungsprogramm mit Ăźberregionaler Ausstrahlung wird das Werk des Urner KĂźnstlers Heinrich Danioth (1896â1953) besonders gewĂźrdigt.
⢠Kirchenschatzmuseum St. Martin: Seit 1982 ist der kostbare Kirchenschatz der Pfarrei St. Martin Altdorf im Pfarreizentrum Üffentlich zugänglich.
⢠Tßrmli Altdorf: Das Tßrmli ist ein mittelalterlicher Wohnturm und wurde im frßhen 16. Jahrhundert zu einem Rathaus-Campanile umfunktioniert. Beim Tßrmli war auch der Üffentliche Pranger aufgestellt. 1895 wurde vor dem Tßrmli das Telldenkmal von Richard Kissling eingeweiht. Das Tßrmli ist seit 2011 Üffentlich zugänglich und enthält eine kleine Ausstellung.
Kino
⢠Kino Leuzinger: Ein Kino existiert in Altdorf seit 1925. Damals erÜffnete der Kino-Pionier Willy Leuzingercite-ref-17[17] aus Rapperswil im Tellspielhaus das erste feste Kino im Kanton Uri. 1964 wurde ein Neubau errichtet. Das moderne, elegante Lichtspieltheater mit 490 Sitzplätzen erfuhr 2008 eine sanfte Renovation.
Bibliothek
Die Kantonsbibliothek Uri ist die allgemeine Üffentliche Bibliothek in Uri und bietet ein vielfältiges Medienangebot. Gleichzeitig sammelt und erschliesst die Kantonsbibliothek lokale Publikationen aller Art. Die Kantonsbibliothek Uri wird von einer Stiftung getragen. Die wichtigsten Geldgeber sind der Kanton Uri und die Gemeinde Altdorf.
SehenswĂźrdigkeiten
Siehe auch
:
Liste der KulturgĂźter in Altdorf UR
Das Dorfbild zeichnet sich durch prächtige Herrenhäuser und von heimgekehrten SÜldnerfßhrern errichtete Palazzi aus. Gut erhalten ist zum Beispiel der Herrensitz Im Eselmätteli (1684/85)cite-ref-18[18] mit einer reichen Innenausstattung aus der Zeit des Spätbarock und Rokoko.cite-ref-19[19]
Ein besonderes Ensemble ist der Kirchenbezirk, bestehend aus der Pfarrkirche St. Martin, der Beinhauskapelle St. Anna, der Ălbergkapelle und dem Friedhof.
Oberhalb des Ortes befindet sich das älteste Kapuzinerkloster der Schweiz, zugleich das erste Kapuzinerkloster, das nÜrdlich der Alpen errichtet wurde, aus dem Jahre 1581. Im Jahre 2009 verliessen die letzten Kapuziner das Kloster. Heute ist das Kapuzinerkloster Altdorf ein Kulturkloster.cite-ref-20[20] Kapuzinerinnen waren von 1677 bis 2004 ebenfalls im Ort vertreten. Fßr das Kapuzinerinnenkloster Altdorf wird eine Nachnutzung gesucht.cite-ref-21[21]
Gebäude
Auszeichnungen
⢠Am 23. September 2008 hat der Trägerverein Energiestadt der Gemeinde Altdorf das Label Energiestadt zugesprochen.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
PersĂśnlichkeiten
⢠Sebastian Peregrin Zwyer von Evebach (1597â1661), Politiker, Diplomat, Militärunternehmer
⢠Cäcilia Ursula PĂźntener (um 1630â1700), Benediktinerin und Klostervorsteherin
⢠Maria Josepha MĂźller-Brand (1742â1828), Gutsbesitzerin
⢠Carlo Andrea Galetti (1745â1806), Altarbauer
⢠Jost Anton MĂźller (1748â1803), Schweizer Unternehmer und Politiker
⢠Franz Vinzenz Schmid (1758â1799), Chronist
⢠Dominik Epp (1776â1848), Gutsbesitzer und Politiker
⢠Jakob Anton MĂźller (1777â1848), Politiker
⢠Karl Emanuel MĂźller (1804â1869), Erbauer der NydeggbrĂźcke in Bern
⢠Franz Jauch (1807â1867), Politiker, Bundesrichter
⢠Josef Lusser (1816â1882), Politiker, Postdirektor
⢠Franz Schmid (1841â1923), Jurist, Bundesrichter, Politiker und Nationalrat
⢠Franz Vital Lusser (1849â1927), Ingenieur und Bauunternehmer
⢠Gustav Muheim (1851â1917), Politiker und Rentier
⢠Josef MĂźller (1870â1929), rĂśmisch-katholischer Pfarrer und Sammler von Volkssagen
⢠Eduard Wymann (1870â1956), rĂśmisch-katholischer Pfarrer, Staatsarchivar und Autor
⢠Hanns In der Gand (Ladislaus Krupski, 1882â1947), Volksliedsammler
⢠Alois MĂźller (1891â1973), Landwirt, Verbandspräsident und Politiker
⢠Heinrich Danioth (1896â1953), Maler und Dichter
⢠Erna Schillig (1900â1993), Malerin, TextilkĂźnstlerin
⢠Iso MĂźller (1901â1987), rĂśmisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Historiker
⢠Selina Dätwyler-Gamma (1902â1993), Unternehmerin, Stifterin und Mäzenin
⢠Oskar Eberle (1902â1956), Regisseur Tellspiele 1956
⢠Alfred Abegg (1905â2002), Politiker
⢠Franz Muheim (1923â2009), Politiker
⢠Markus Lusser (1931â1998), Jurist, Präsident der Schweizerischen Nationalbank
⢠Hansheiri Dahinden (1932â2022), Politiker und Liedermacher
⢠Fredi M. Murer (* 1940), Filmemacher
⢠Martin Stadler (* 1944), Schriftsteller
⢠Hansheiri Inderkum (* 1947), Politiker und Ständeratspräsident (2010â2011)
⢠Markus Stadler (* 1948), Politiker
⢠Hansruedi Stadler (* 1953), Politiker
⢠Bruno Lafranchi (* 1955), Langstreckenläufer
⢠Gabi Huber (* 1956), Politikerin (FDP), Rechtsanwältin und Managerin
⢠Carmen Walker Späh (* 1958), Politikerin und Regierungsrätin Kanton Zßrich
⢠Walter Sigi Arnold (* 1959), Schauspieler, Sprecher und Regisseur
⢠Christine Widmer Baumann (* 1959), Politikerin
⢠Sabine Dahinden (* 1968), Fernsehmoderatorin
⢠Luzia Zberg (* 1970), Radrennfahrerin
⢠Dimitri Moretti (* 1972), Politiker (SP)
⢠Evelyn Schuler (* 1974), brasilianische Skirennfahrerin
⢠Simone Zgraggen (* 1975), Geigerin
⢠Michel Roth (* 1976), Komponist, Musikforscher und Hochschullehrer
⢠Raphael Walker (* 1977), Landrat (Grßne)
⢠Beat Arnold (1978â2021), Politiker, Regierungsrat und Nationalrat
⢠Giuseppe Atzeni (* 1978), Radrennfahrer
⢠Pamela Rosenkranz (* 1979), Kßnstlerin
⢠Dave Gisler (* 1983), Jazzmusiker
⢠Simon Stadler (* 1988), Politiker
⢠Linda Indergand (* 1993), Radsportlerin
Literatur
⢠Helmi Gasser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri. Band 1.2: Altdorf. 1. Teil: Geschichte, Siedlungsentwicklung, Sakralbauten (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 96). Hrsg. von der Gesellschaft fßr Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2001, ISBN 3-906131-00-9.
⢠Helmi Gasser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri. Band 1.2: Altdorf. 2. Teil: Ăffentliche und private Bauten (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 104). Hrsg. von der Gesellschaft fĂźr Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2004, ISBN 3-906131-79-3.
⢠Urs Kälin: Die Urner Magistratenfamilien: Herrschaft, Ăśkonomische Lage Und Lebensstil Einer Landlichen Oberschicht, 1700â1850. ZĂźrich 1991, ISBN 3-905278-86-3.
⢠Hanspeter Rebsamen, Werner Stutz: Altdorf. In: Gesellschaft fĂźr Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): INSA Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850â1920. Band 1. GSK, Bern 1984, ISBN 3-280-01509-X, S. 171â257, doi:10.5169/seals-1274 (87 S. 176 Abb., e-periodica.ch).
⢠Hans Stadler: Altdorf (UR). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. Januar 2021.
Weblinks
Commons
: Altdorf
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
⢠Offizielle Website der Gemeinde Altdorf
⢠Altdorf UR auf der Plattform ETHorama¨
Einzelnachweise
cite-note-11. Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂźr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-22. Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂźr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-33. Bilanz der ständigen WohnbevĂślkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991â2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂźr Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
cite-note-44. Ständige und nichtständige WohnbevÜlkerung nach institutionellen Gliederungen, StaatsangehÜrigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
cite-note-55. pxweb.bfs.admin.ch (Memento des Originals vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pxweb.bfs.admin.ch
cite-note-gs-66. â Gabrielle Schmid: Altdorf UR (Uri) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses â Lexikon_der_schweizerischen_Gemeindenamen â Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, UniversitĂŠ de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Ăditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 85; angegebene Lautschrift: [].
cite-note-ortsnamen-77. â Altdorf unter ortsnamen.ch; angegebene Lautschrift: ts, uf ấĚĚÉŤtÉrÉf; ĂĄĚŤÉŤtÉrÉf. Hans Stadler: Altdorf (UR) im Historischen Lexikon der Schweiz.
cite-note-86. Klimatabelle. (PDF) In: meteoschweiz.admin.ch. meteoschweiz, archiviert vom Original (nicht mehr online verfßgbar) am 6. April 2018; abgerufen am 8. April 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.meteoschweiz.admin.ch
cite-note-99. â Gotthard-Basistunnel â Uri wartet noch immer auf den Basistunnel-Effekt. Schweizer Radio und Fernsehen, 1. Juni 2021, abgerufen am 1. Juni 2021.
cite-note-1010. â Bundesamt fĂźr Statistik, Ständige und nichtständige WohnbevĂślkerung nach institutionellen Gliederungen, Geburtsort und StaatsangehĂśrigkeit
cite-note-1111. â Statistik der Unternehmensstruktur, BFS, 2012.
cite-note-1212. â Hans Stadler: Altdorf (UR). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. Oktober 2011, abgerufen am 5. Juni 2019.
cite-note-1313. â Topographische Karte der Schweiz. Blatt XIV, 1859 (Digitalisat).
cite-note-1414. â Johann Georg Heinzmann: Kleine Schweizer-Chronik. 2. Theil, Bern 1801, S. 657â662 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3Dq1YPAAAAQAAJ%26pg%3DPA657~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D); Anton von Tillier: Geschichte der helvetischen Republik [âŚ]. 1. Band, Chr. Fischer, Bern 1843, S. 262â264 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3DPEAUAAAAQAAJ%26pg%3DPA262~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D); Karl Franz Lusser: Leiden und Schicksale der Urner, während der denkwĂźrdigen Revolutionszeit [âŚ]. Franz Xaver ZâGraggen, Altdorf 1845, S. 95â103 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3DSiVCAAAAcAAJ%26pg%3DPA95~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
cite-note-1515. â Hans Muheim: Das Rathaus von Uri in Altdorf (= Schweizerische KunstfĂźhrer, Nr. 463). Hrsg. Gesellschaft fĂźr Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1995, ISBN 978-3-85782-463-0.
cite-note-1616. â Sigi Blarer, Sara Baumann: Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf, Altdorf UR. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, ZĂźrich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1830 f.
cite-note-1717. â Mariann Lewinsky Sträuli: Willy Leuzinger. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. Januar 2021, abgerufen am 16. März 2021.
cite-note-1818. â Haus im Eselmätteli. In: GSK: KunstfĂźhrer durch die Schweiz. Gesellschaft fĂźr Schweizerische Kunstgeschichte GSK, abgerufen am 31. März 2025.
cite-note-1919. â Hans Stadler-Planzer, Helmi_Gasser: Das Haus im Eselmätteli Altdorf. (Schweizerische_KunstfĂźhrer, Nr. 645). Hrsg. Gesellschaft fĂźr Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1998, ISBN 3-85782-645-2.
cite-note-2020. â Kulturkloster Altdorf (Memento vom 9. Oktober 2013 im Internet Archive) abgerufen am 1. August 2012
cite-note-2121. â Kirchliche Stiftung des Frauenklosters St. Karl (Memento des Originals vom 21. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kloster-altdorf.ch
cite-note-227. Restaurierung, Beschreibung und Geschichte des Suworow-Hauses (Memento des Originals vom 6. November 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.altdorf.ch (PDF; 56 kB)
cite-note-2323. â Schweizer Heimatschutz â Wakkerpreis (Ăbersicht seit 1972) (Memento des Originals vom 3. November 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wakkerpreis.ch
cite-note-2424. â Energiestadt. Altdorf Online
cite-note-2525. â Trägerverein Energiestadt
cite-note-2626. â Rudolf Bolzern: Pompeo Della Croce. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. August 2002, abgerufen am 14. Dezember 2019.
cite-note-2727. â Christian Schweizer: Antonius Gallerani. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11. Januar 2018, abgerufen am 22. März 2020.